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Reisebericht über eine Reise nach Rom!
       

Nachdem wir unsere Koffer gepackt hatten, konnte nichts mehr zwischen uns und unserer bevorstehende Reise kommen.

Unser Ziel hieß Rom, die ewige Stadt wartete auf uns!
Nach einem ruhigen, knapp zwei Stunden langen Flug kamen wir endlich am kleinen und gemütlichen Flughafen Ciampino an. Zum Glück hatten wir den Transfer zu unserer Wohnung direkt mitgebucht und mussten uns so nicht mit den öffentlichen Verkehrmitteln auseinandersetzen. Der Fahrer stand auch schon bereit und so konnte es direkt losgehen. Die Fahrt zur Wohnung war das erste große Abenteuer und zugleich das wohl nervenaufreibenste.
Ein echter Römer hinterm Steuer ist eine Garantie für Schweißausbrüche und Todesangst. Die meiste Zeit kniffen wir entsetzt die Augen zu, doch zwischendurch blinzelten wir aus dem Fenster.

Als wir an den Mauern des Vatikans vorbeifuhren waren wir alle begeistert von dem gewaltigen Ausblick. Wir erkannten die Gelegenheit und schickten im Vorbeifahren ein Stoßgebet zur höchsten Instanz. Wir wurden anscheinend erhört, denn wir kamen unbeschadet an.

Doch wie wir später noch merken sollten, war unser Fahrer noch richtig gut gefahren, denn in Rom ist es keine Seltenheit, dass aus einer zweispurigen Straße einfach eine vierspurige gemacht wird und Fußgänger den Kampf gegen die Autos jedes Mal verlieren.

Von unserer Ferienwohnung in Rom waren wir sofort begeistert. Sie befand sich im wohl römischsten Stadtteil Roms, in Trastevere, gelegen jenseits des Tibers, aber dennoch zentral. Die Wohnung lag in der dritten Etage eines alten römischen Hauses, mit einem wunderschönen Vorgarten und einer alten Steintreppe die man hoch musste um die Haustür zu erreichen. Aber um zu dieser Steintreppe zu gelangen mussten wir zuerst eine Geheimnummer an einer Sicherheitstür eingeben, sodass man sich jedes Mal wie ein Prominenter fühlte. Nachdem wir unsere Koffer abgestellt und uns etwas frisch gemacht hatten, machten wir uns direkt auf die Suche nach einem Supermarkt.

Leider war es Sonntag und sehr heiß, sodass wir nur ein kioskähnliches Geschäft gefunden haben, welches sich anscheinend darauf spezialisiert hatte armen Touristen wie uns das Geld abzunehmen. Erst sollten wir für zwei Flaschen Wasser, einen Liter Milch und drei normale und dazu noch trockene Brötchen fast 10 Euro zahlen und dann hat man uns noch zu wenig Geld zurückgegeben, erst nach einigen Minuten Diskussion hat man uns dann unser Geld gegeben.

Nach diesem Schock wollten wir uns dann das richtige Rom ansehen und uns vergewissern, dass nicht alle Römer so unhöflich sind. Natürlich fingen wir damit an Trastevere, unser Viertel, zu erkunden, was allerdings sehr schwer war, da es mittlerweile mehr als 40 Grad waren. Der Stadtteil ist wirklich wunderschön. Überall kleine Gassen mit Verkaufsständen, kleine und große Restaurants, Cafés, Eisdielen und Geschäfte, also alles was man zum Leben braucht.

An den Verkaufständen werden hauptsächlich Schmuck oder gefälschte Markenartikel verkauft. Diese Fälschungen sollte man aber auf keinen Fall kaufen, da sich die römische Polizei, die Carabinieri, darauf spezialisiert hat, unwissende Touristen beim Kauf eines gefälschten Artikels zu einer saftigen Geldstrafe zu verdonnern, während die Verkäufer natürlich ungestraft davon kommen.

Einmal konnten wir auch beobachten, wie die Polizei gegen diese Verkäufer vorgegangen ist:
Die Polizisten sind aus ihren Autos ausgestiegen, haben so getan als ob sie hinter den Verkäufern her wären und sind wieder weggefahren. Besonders amüsant war das Verhalten der Verkäufer: Sie bieten ihre Waren am Straßenrand auf ausgebreiteten Bettbezügen an, sehen sie die Polizei, können sie diese Bezüge schnell zusammenfalten und mit diesen über der Schulter weglaufen, man glaubt gar nicht, wie viele Verkäufer es auf einem Fleck geben kann, sie kommen plötzlich aus jeder Ecke. Doch die Polizei jagt sie nicht, sondern macht sich eher einen Spaß daraus sie zu erschrecken. Warum sollte sie sie auch jagen, immerhin bringen die geschnappten Touristen mehr Geld als die Verkäufer.

Aber da wir nicht den ganzen Tag in Trastevere verbringen wollten, begaben wir uns auf die andere Seite des Tibers um zu schauen, was uns dort erwartete. Zur Stärkung gönnten wir uns noch einen Kaffee in einer ruhigen Seitenstraße. Hier kosten drei Tassen viel weniger als eine Tasse in der Nähe einer Sehenswürdigkeit. Nach gut 15 Minuten Fußmarsch erreichten wir einen großen Markt, auf dem man von Blumen und Lebensmitteln bis zu Bekleidung alles finden konnte.

Wir bogen rechts ab und standen direkt auf der Piazza Navona.
Der Platz ist bekannt wegen seiner drei Brunnen die sich hier befinden und von denen wir direkt begeistert waren. Wir haben uns am Vierströmebrunnen, den Fontana dei Fiumi, erbaut von Bernin, hingesetzt und die Abkühlung des Wassers genossen. Einziges Problem sind die vielen Tauben die hier umherfliegen und keine Rücksicht nehmen, es kann also vorkommen, dass man von einer attackiert wird. Auch die anderen Brunnen sind wunderschön und es fällt wirklich schwer sich von diesem Anblick zu trennen. Aber wir wollten ja noch mehr sehen, also durchquerten wir kleine Gassen und Hauptstraßen auf der Suche nach unserem nächsten Ziel.

Völlig unerwartet standen wir vor dem Pantheon, welches sich auf einem kleinen Platz zwischen Wohnhäusern befindet. Das Pantheon ist das einzige noch vollständig erhaltene Kuppelbauwerk der Antik und beeindruckt schon am Eingang durch seine antiken Säulen und die hohe Eingangstür. Im Inneren befinden sich u.a. die Gräber von König Vittorio Emanuele II und Umberto I. Danach erreichten wir einen der schönsten Orte Roms, den Fontana di Trevi. Wie jeder Rom- Urlauber mussten auch wir unsere Füße in das kalte Wasser halten etwas entspannen, denn nirgendwo in Rom ist es so schön wie hier.

Etwas enttäuscht waren wir vom Circus Maximus, den wir mehr als 30 Minuten gesucht haben, um dann festzu-stellen, dass die grasbewachsene, vollgemüllte Senkung vor uns tatsächlich der berühmte Circus Maximus war. Ebenso ging es uns an der Spanischen Treppe, die wir von Bildern kannten. Es waren kaum Menschen da und auch die vielen schönen Blumen fehlten.

Am nächsten Tag gingen wir schon früh los in Richtung Forum Romanum.
Wieder mussten wir auf die andere Seite des Tibers aber Forum Romanum und Colosseum erreichten wir in knapp 10 Minuten. Wer keine Lust hat, das Forum Romanum zu besichtigen sondern nur das Colosseum, der sollte sich trotzdem hier eine Eintrittskarte kaufen, denn sie ist sowohl für das Forum wie auch für das Colosseum gültig. Somit ersparte man sich eine wirklich lange Wartezeit und kann direkt durch die flughafenähnlichen Kontrollen am Colosseum.

Noch strenger waren die Kontrollen am Vatikan.
Neben der Flughafenkontrolle muss man erst eine Kleiderkontrolle überstehen bevor man den Vatikan betreten darf. Selbst bei kleinen Kindern wird streng darauf geachtet das Knie und Schultern bedeckt sind. Der Vatikan selbst ist wirklich atemberaubend und noch prunkvoller als man sich ihn vorstellen kann. Wer sich zusätzlich die Sixtinische Kapelle ansehen will, der sollte früh genug aufstehen. Bereits morgens um 10 Uhr muss man mit einer Wartezeit von mindestens 3 Stunden rechnen, am besten man ist schon zwischen 6 und 7 Uhr da und wartet auf den Einlass.

Wer sich wie wir eine Ferienwohnung in Rom mietet, der sollte sich darauf einstellen, das Lebensmittel in Italien deutlich teurer sind als bei uns in Deutschland. Allerdings sind Obst und Früchte um einiges billiger: ein Kilo Kirschen kostet knappe 2 Euro und auch Pfirsiche sind nicht viel teurer, schmecken aber um einiges besser. Auch in Cafés sollte man vorsichtig sein: Für einen Kaffee in der Nähe einer Sehenswürdigkeit zahlt man leicht das Dreifache als für einen Kaffee in einer kleinen Gasse um die Ecke.

Dieser Reisebericht ist von bonnie.

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