|
Nach nun ein paar Jahren Beziehung,
haben wir uns dazu entschlossen zu
Heiraten. Das war wohl einer der
schönsten Tage meines Lebens, da das
ja nun ein Ereignis ist, das jeder
nur einmal im Leben erleben möchte,
wenn möglich. Nachdem alle
Feierlichkeiten beendet waren könnte
ich es kaum noch abwarten, das es
endlich in die Flitterwochen geht.
Bevor wir diese buchen konnten
verging aber einige Zeit da wir
beide uns nicht ganz einig über das
letzt endliche Ziel waren, wo wir
hinfliegen wollten. Mein Mann hatte
die Vorstellung irgendwo in die
Karibik zu fliegen, was nun ja auch
ein schöner Einfall war und ich bin
mir 100 % sicher, das das jeder Frau
gefallen würde, nur ich war damit
nicht einverstanden, denn ich wollte
gerne an den Ort zurück an dem
Damals alles angefangen hatte. Zum
ersten Mal gesehen, kennen gelernt
und verliebt hatten wir uns auf der
Kanarischen Insel Fuerteventura und
ich war einfach der Meinung dass es
ein richtig runder Abschluss ist an
unseren Ausgangspunkt zurück zu
kehren um unsere Beziehung, die sich
nun, durch unsere Hochzeit, noch
mehr gefestigt hat.
Ich brauchte mir aber nicht träumen
lassen, dass ich mit diesem einen
Argument weit kommen würde, denn das
hatte ihn natürlich noch nicht
überzeugt, ich hatte mir auch nichts
anderes denken können, denn ihm ist
so was natürlich nicht ganz so
wichtig wie mir. Trotz allem hat er
dann nach lange Überredungskünsten
nachgegeben und wir haben uns dann
doch darauf geeinigt wieder nach
Spanien zu fliegen.
Nach unserer Feier ging es dann aber
noch nicht gleich los, die Koffer
waren zwar schon gepackt doch unser
Flug ging erst ein Tag später, damit
wir vor Reiseantritt noch etwas
schlafen konnten.
Nach ein bisschen mehr als vier
Flugstunden sind wir dann auf dem
Flughafen in Puerto del Rosario
gelandet. Schon beim Anflug auf die
Insel, war ich total aufgeregt, denn
hier habe ich schließlich meinen
jetzigen Mann kennen gelernt und da
ich sehr sentimental bin musste ich
mich echt zusammenreisen, das ich
nicht anfange zu weinen, denn er
hätte sich dann bestimmt ganz schön
lustig über mich gemacht, da es
schließlich auch nicht das erste mal
war das wir noch mal her gekommen
waren. Nur jetzt war alles anders,
einfach Perfekt.
Nachdem wir unsere Koffer zusammen
hatten war unsere Aufgabe erst
einmal unseren Bus zu finden der uns
dann zu unserem Hotel in Corralejo
bringen sollte. Bei dem Wirrwarr der
manchmal auf dem Parkplatz herrscht
ist das eine ganz schöne
Herausforderung. Nach nur dreißig
Minuten sind wir dann endlich in
unserem Hotel Oasis Village in
Corralejo angekommen. Im Hotel an
sich hatte sich auf den ersten Blick
nichts verändert. Kurz nach unserer
Ankunft konnten wir gleich auf unser
Zimmer das direkt am Pool gelegen
war. Zu meiner Überraschung hatten
wir einen netten Presentkorb und
eine Flasche wein auf unserem
Zimmer, denn mein Mann hatte sich
vor unserer Ankunft noch mit dem
Hotel in Verbindung gesetzt um ihnen
mitzuteilen, das wir in ihrem Hotel
unsere Flitterwochen hier verbringen
werden.
Damit hatte ich natürlich überhaupt
nicht gerechnet und war sehr
gerührt. Nachdem wir unsere Sachen
ausgepackt und uns etwas Frisch
gemacht hatten sind wir dann gleich
an den Pool gegangen um gleich etwas
Sonne zu Tanken. Das Wetter war ein
Traum, Sonne pur, aber durch den
Wind der hier weht sehr gut zu
ertragen. Zu beachten ist hierbei
allerdings das es eine Hotelanlage
mit Animation ist, das soll aber
nicht heißen das hier ewig Trubel
ist, denn dadurch das die
Hotelanlage sehr weitläufig ist
bekommt man davon nicht immer sehr
viel mit, außer am Morgen und am
Mittag, wenn das Animationsteam
seine Programme vorstellt, doch es
ist sehr angenehm denn die Animation
kommt Deutschland von einem
Deutschen Reiseveranstalter.
Denn ersten Tag haben wir komplett
im Hotel verbracht und am Abend nach
dem Essen im Restaurant in unserem
Zimmer ausklingen lassen, damit wir
mit voller Kraft unseren Urlaub
genießen können. Am nächsten morgen
waren wir dann beide schön
ausgeschlafen und haben uns erst
einmal zur Stärkung am großzügigen
Frühstücksbuffet bedient, damit wir
auch gestärkt in unseren ersten Tag
starten können. Wenn man dann schön
einmal hier ist sollte man auf
keinen Fall den ganzen Tag in der
Anlage verbringen, den
Fuerteventura
ist ja nun mal bekannt für seine
wunderschönen Sandstrände und
besonders in Corralejo ist es ein
Traum sich in den weißen Naturdünen
nieder zu lassen. Da diese zwei
Kilometer vom Hotel entfernt sind
bietet das Hotel einen Shuttle, der
€ 2 ,- kostet und ein Lunchpacket
beinhaltet, an.
Hier kann man die Seele so richtig
baumeln lassen und sich ganz auf
sich konzentrieren. Das Wasser ist
allerdings sehr kalt und nicht
wirklich für jedermann immer zum
Baden geeignet, denn die Wellen sind
hier dann doch an manchen Tagen sehr
hoch und um dagegen anzukommen
gehört eine große Portion Mut.
Corralejo ist der zweitgrößte Ort
der Insel und das macht sich
natürlich auch bei der Touristenzahl
bemerkbar, besonders wenn man auf
der Einkaufsmeile spazieren geht,
bemerkt man erst wie belebt der Ort
an sich wirklich ist. Hier kann man
wirklich auch alles finden was das
Herz begehrt, von den kleinsten
Souvenir bis zu den beliebten
Elektro- Artikel, die hier ganz
besonders begehrt und auch relativ
günstig sind, aus welchen Gründen
auch immer, das hat mich schon immer
interessiert, hab es aber leider nie
selber heraus bekommen. Der Ort ist
besonders gut ausgelegt für Junge
Menschen und Paare, denn hier hat
man auch eine paar Möglichkeiten
seinen Abend zu verbringen.
Wenn man mal außerhalb essen möchte
ist das überhaupt kein Problem und
wer dazu noch das Tanzbein schwingen
möchte findet hier auch den
richtigen Platz.
Nach zwei Wochen Insel erkunden
entspannen und einfach mal die
Zweisamkeit genießen war der Urlaub
dann leider auch schon zu Ende und
wir mussten uns wieder auf den Weg
zum Flughafen machen. Einerseits
waren wir beide natürlich sehr froh
darüber, aber zum anderen ist es
natürlich auch ein wenig traurig.
Sogar mein Mann wollte nicht mehr
wirklich nach Hause, denn auch er
fand das es eine gute Idee war an
unseren Ausgangspunkt zurück zu
kehren und noch einmal alles Revue
passieren zu lassen, was sich doch
nach der ganzen zeit alles verändert
hat, natürlich nur zum positiven.
Dieser Reisebericht ist von
MIP.
|